Christian Junklewitz, Serienjunkies - Dienstag, 15.Februar 2011

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Der amerikanische Schauspieler Kenneth Mars ist am Samstag im Alter von 75 Jahren im kalifornischen Grenada Hills gestorben. Ursache war Bauchspeicheldrüsen-Krebs. Bekannt war Mars unter anderem aus Malcolm in the Middle.

Die Rolle des durchgeknallten Nazi-Autors Franz Liebkind in Mel Brooks' „Frühling für Hitler“ (1968) war für Kenneth Mars der erste große Part in einem Kinofilm. Gleichzeitig prägte die Rolle seine Karriere - zumindest insoweit, dass er fortan gerne für ausländische und vor allem deutsche Rollen besetzt.

So spielte er unter anderem den unermüdlichen Polizeiinspektor Hans Wilhelm Fredrich Kemp in „Young Frankenstein“ (1974), einen jugoslawischen Musikologen in „Is' was, Doc?“ (1972) und natürlich den deutschen Ranchbesitzer Otto Mannkusser in „Malcolm in the Middle“.

Mars war ein vielseitiges Talent: Auf dem Broadway war er genau so zu Hause wie im Tonstudio, wo er für zahlreiche Zeichentrickserien („Duck Tales“, „Arielle, die Meerjungfrau“, „In einem Land vor unserer Zeit“) als Sprecher tätig war. Gleichzeitig stand er für Woody Allen in „Radio Days“ (1987) und „Schatten und Nebel“ (1991) vor der Kamera.

TV-Zuschauern ist Mars auch als Gaststar aus zahllosen Fernsehserien bekannt: Angefangen bei „Get Smart“ in den 60ern, über „Hart aber herzlich“, „Magnum“, „Remington Steele“ und „Simon & Simon“ bis hin zu „Star Trek: Deep Space Nine“, „Pretender“, „Lois & Clarke“, „Becker“, „Will & Grace“ und „Oliver Beene“.

Seinen letzten Gastauftritt hatte er 2007 in „Hannah Montana“.